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Offenstall Zentralfriedhof
 
 
 
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Meine reiterliche Ausbildung


und andere Mitbewohner

 

.........1976, im Alter von 8 Jahren bekam ich meine ersten Longestunden auf einen Hafi. Von da an packte mich der Virus. Leider gab es in unserer näheren Umgebung keinen Reitstall. Das änderte sich als neben dem Zentralfriedhof die Familie Gindl ihren Reitclub Simmering eröffnete. Feuer und Flamme :)) 14 jährig begann meine reiterliche Laufbahn. Sehr viele Longestunden und eine strenge „Reitlehrerin“ ;- Birgit Gindl legten den ersten Grundstein. Über die Sommermonate hatte ich eine Reitbeteiligubg auf Ferry:- ein hübscher Ungarischer Fuchs. Auf ihn lernte ich das richtige Falltraining….**gg** im Reitclub Simmering machte ich 1984 den Reiterpass.

Nach etlichen Überedungskünsten kauften mir meine Eltern einen wunderschönen Haflingerwallach Wastl von der Römerhütte in St. Lorenzen am Wechsel. Wastl kam nach Wien und konnte nicht viel. Birgit Gindl und Erich Schelling halfen mir tatkräftig und aus Wastl und mir wurde bald ein harmonisches Paar. Der Hafi hatte einiges drauf. Stallwechsel auf den Kanzelhof in Maria Lanzendorf. Dort nahm mich Peter Großkopf unter seine Fittiche und Wastl und ich wurden immer besser. Peter trainierte uns ein paar Mal in der Woche. Wir wollten unseren ersten Haflinger-Cup starten, leider wurde das Sehnenproblem von Wastl immer schlimmer und er kam in die Frühpension.

1986, ziemlich demotiviert legte ich das Reiten und auch die Pferde auf Eis. Beruf, Arbeit und auch andere Lebensumstände gingen vor. Eine 18-jährige Reitpause war die Folge. Für mich stand aber immer fest:)) sobald es die Lebensumstände wieder erlauben kommen 2 Pferde zu mir in die Gärtnerei in Offenstallhaltung. Meine Freundin Sylvia und ich machten unseren Traum wahr, der im Urlaub auf Kuba geboren wurde.

2001, wir kauften und 2 bildhübsche Vollblutarber Jährlinge. Die verlangten uns beide einiges ab und stellten uns vor eine neuen Herausforderung: die Ausbildung von 2 Jungpferden. Das gestaltete sich sehr schwierig, da wir erstens keine Ahnung hatten und zweitens keine Fehler machen wollten. Heillos überfordert suchten wir Hilfe. Mit Andre Stockinger und seinem Team arbeiteten wir an der Basis:)) Respekt und Vertrauen. Wir fuhren regelmäßig nach Lochen auf die A+P Ranch und bildeten uns kontinuierlich mit Lolek und Hades weiter. Reiterlich gingen wir verschiedene Wege: Sylvia begann Hades Western anzureiten und ich Lolek dressurmäßig.

2004, ich übernahm Hades. Jetzt hatte ich 2 Jungspunde unterm Sattel. Ich ritt Hades nun auch klassisch - mein damaliger Freund Nikolas Adametz half mir mit den Beiden. Eine solide und korrekte Grundausbildung wurde erarbeitet. Die Basis war geschaffen. Niki lehrte mich den sensiblen und pferdegerechten Umgang und vor allem meine Einstellung zum Partner Pferd. Ein großer Lehrmeister, obwohl oft die Fetzen bei uns flogen. Aber reiterlich prägte er mich wie kein anderer Ausbilder.

2008, mit Friederike Uhlig aus Deutschland arbeitete ich die nächsten 2 Jahre zusammen. Ich nahm Unterricht mit Hades und Friederike bildete mit viel Gefühl und Liebe Lolek aus. Wir nahmen regelmäßig an Kursen bei Heike Finze (arbeitete mit Anja Beran zusammen) teil. Friederike machte aus dem Hitzkopf Lolek ein artiges Pferd, der mit Freude und viel Spaß bei der Sache ist. Sie verstand wie kein anderer Loleks manchmal schwierigen Charakter zu formen und festigen. Durch private Umstände endete unsere Zusammenarbeit und Friederike kehrte nach Deutschland zurück.

Im Juni 2008 machte ich die Dressurnadel mit Hades im RC Paradeiser in Albern.

2009, ein Jahr trainerlos. Ich probierte immer wieder aus. Durch Inserate, Empfehlungen usw. ich gab die Hoffnung schon auf. Irgend etwas passte nie. Aber ich war absolut nicht bereit auch nur den kleinsten Kompromiss einzugehen. Lieber arbeitete ich alleine weiter. Aber siehe da: )) Charlotte Faber trat in mein Leben. Anfangs noch misstrauisch, merkte ich aber schnell: Lotte arbeitet und reitet die Pferde genauso wie ich mir das vorstelle! Lolek und Hades lernen Schritt für Schritt nach der Skala der Ausbildung. Mit der richtigen Dosis von Fordern aber nicht Überfordern. Der Unterricht macht Spaß und die Pferde werden anatomisch korrekt gearbeitet. Ich hatte immer das Glück (oder vielleicht auch das gewisse Händchen …..) mit guten Trainern zu arbeiten. Jeder den ich hier erwähnte prägte mich und von Jeden konnte ich etwas mitnehmen. Ich war und bin immer bereit an mir zu arbeiten und mein Bestes zu geben. Ohne Kompromisse. Reiten ist Sport und setzt voraus sich auch mal anzustrengen und körperlich fit zu sein. Ich habe meinen Weg mit Lolek und Hades gefunden, denn wie heißt es so schön: der Weg ist das Ziel!

Meine Ziele für 2010: mit Lotte weiter die Pferde bestmöglichst ausbilden und an meinen Sitz feilen (aber Lotte läßt eh nicht locker **gg**), ein Kurs bei Anja Beran im April, Urlaub mit Hades in Bad Tatzmannsdorf im Reiters Resort www.reitersburgenlandresort.at und im Herbst die Lizenz machen ...

Im Herbst 2011 geht Lotte leider wieder nach Deutschland zurück. Aber bis dahin haben wir uns noch einiges vorgenommen! Da Lolek (bei Mag. Vaupetits ist er in den besten Händen und bekommt ein gutes Aufbauprogramm in der Klinik) für die heurige Turniersaison gesundheitlich ausfällt starten wir im Frühjahr mit Hades ein paar Reitertreffen um ihn auf die österreichische Meisterschaft der Vollblutaraber im Juni in Wr. Neustadt vorzubereiten. Vorher besuchen wir einen Kurs bei Rosi Schreiber-Jetzinger in Bierbaum www.pferdeerlebnis.at eine Sitzschulung nach Eckart Meyners mit Centered Riding Elementen.

Im Juni startet das Dreamteam Lotte & Hades bei den Meisterschaften. Anfangs Juli gehe ich in den hoffentlich wohlverdienten Urlaub, natürlich mit den Pferden. Heuer geht’s nach Radstadt : www.weissenhof.at - tolle Anlage, schönes Hotel. Lolek, hoffentlich wieder fit - und ich werden uns dem Cavaletti und Springtraining widmen…..