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  Fragen und Anregungen

 abir_nefer_arabians@aon.at


Das Training

 

Lolek und Hades werden von mir klassisch geritten, unter Berücksichtigung der Skala der Ausbildung. An dieser führt kein Weg vorbei.

Meine Pferde sollen mit Freude mitarbeiten und so wie ich Spaß an der Arbeit haben. Viel Lob und eine positive Ausstrahlung dürfen nicht fehlen. Gut gymnastisiert bis ins Hohe Alter. Vor jeder Einheit richtiges und nicht zu kurzes Aufwärmen, auch bei OS-Pferden. Jeder Athlet macht es so.

Beide Pferde haben eine gute Grundausbildung genossen und darauf kann ich jetzt aufbauen. Wobei ich in kleinen Schritten denke. Jede Trainingseinheit positiv beenden und auch einmal fünf gerade sein lassen. Ein ausbalancierter Sitz und ein bewegliches Becken sind das A+O. Die Bewegung des Pferdes aufnehmen und das Pferd damit in der Bewegung unterstützen.

Ein Trainingstagebuch ist mir sehr hilfreich und motiviert. Spaß an der Arbeit, Konsequenz und die richtige Selbsteinschätzung verbunden mit regelmäßigem Unterricht bringen mich zu meinem Ziel: keine Großen Turniere gewinnen, sondern gesund gerittene Pferde bis ins hohe Alter und einer schönen, positiven Ausstrahlung. Wobei die eigene körperliche Fitness nicht zu  kurz kommen darf. Als Ausgleich habe ich Aqua-Fitness für mich entdeckt. Das fördert die Ausdauer, Balance und das Gleichgewicht.

 

Ein paar Eindrücke




 

Das Interesse am Dressursport wächst. In den nationalen und internatiolen Prüfungen starten heute mehr gute Reiter und Pferde, als dies vor 10 Jahren selbst die Optimisten im Dressurlager geglaubt haben. Und dennoch sind die Dressurreiter immer noch ein verhältnissmäßig kleiner Kreis. Denn unsere Disziplin bleibt ein Sport der Fachkundigen, die sich die ganze Ausstrahlungskraft und Spannung einer Dressurprüfung erst demjenigen voll erschließt der die Materie zu verstehen beginnt.

Die Gymnastische Arbeit mit einen Pferd erfordert Erfahrung. Auch wenn der grundsätzliche Ausbildungsweg eines Dressurpferdes festliegt, so muß doch jedes Pferd individuell trainiert werden. Es geht mir deshalb vor allem darum, nicht einen problemlosen Idealweg der Dressurausbildung zu schildern, sondern meine eigenen praktischen Erfahrungen zu schildern, wiederzugeben und verschiedene Methoden der Ausbildung aufzuzeigen.

Wer dann als Reiter selbst erlebt wie fein das richtig ausgebildete Dressurpferd reagiert und mit welcher Mühelosigkeit es die schwierigsten Lektionen beherrscht, wird diesen Sport treu bleiben. So erklärt sich der lange Weg klassischer Reitkunst: von den Meistern früherer Jahrhunderte bis zum Turniersport unserer Tage.

Harry Boldt, 1978. Auszug aus seinen Buch: das Dressurpferd. Edition Haberbeck ISBN 3-9218-7903-5